29. Dezember 2020Keine Kommentare

„Das Chaos im Kopf muss unbedingt weg.“

2020 war ein herausforderndes Jahr für Menschen und Marken. Grund genug, uns einmal mit Marco über das bevorstehende Jahr zu unterhalten.

Lieber Marco, 2020 war euer Transformationsjahr. Gib uns einen kurzen Rückblick, wie es euch trotz der Pandemie-Zeit ergangen ist, bevor wir einen Blick in die Zukunft wagen:

Marco: Es war natürlich verrückt. Einerseits haben wir mit unserem Transformationsjahr einen starken Weg eingeschlagen, der auch 2020 konsequent gegangen werden musste. Andererseits kam eine Zeit, die wohl keiner von uns so erwarten konnte. Die Pandemie hat uns eine kurze Schockstarre verpasst. Aber wir konnten dann unsere Projekte vorziehen und schneller umsetzen. Was aus dem Jahr 2020 bleibt, ist ein blaues Auge. Wirtschaftlich. Wenn ich unsere Kultur betrachte, hat uns das Jahr gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Alles in allem war unser Transformationsjahr ein Erfolg. Alles andere werden wir auch schaffen.

Ihr setzt künftig auf zwei starke Säulen: Mensch und Marke. Was bedeutet das für schmid und kreative und euren Kunden?

Marco: Es ist nicht ganz neu, dass wir stark mit Menschen arbeiten und Menschen in den Projekten aktiv mitnehmen. Marken wachsen durch das Engagement, die Leidenschaft und die Disziplin von Menschen. Für uns geht das eine ohne das andere nicht. Deshalb setzen wir unseren Fokus auf diese beiden Erfolgsfaktoren der Zukunft. Unsere Kunden, mit denen wir bisher arbeiten, wissen bereits unsere Denk- und Arbeitsweise und können gut einschätzen, was Mensch und Marke bei uns bedeutet. 2020 wollten wir das neue Konzept auf der InspirationNight mit „beproud“ näher vorstellen und auch das geplante Leadership-Seminar sollte auf den Menschen einzahlen. Leider fielen diese Formate aus. Sie werden aber nachgeholt.

Kommen diese Formate denn 2021?

Marco: Wir planen sie auf alle Fälle. Manche Formate können wir in einem Live- oder Digital-Format anbieten. Manche aber auch nur live. Mal sehen, wie die kommenden Monate werden. In erster Linie fokussieren wir uns jetzt auf unsere Projekte und unseren Kunden, die wir bei deren Herausforderungen unterstützen wollen.

Welche Herausforderungen siehst du denn zukünftig bei euren Kundenprojekten?

Marco: Das ist sehr unterschiedlich. Wir haben einen breiten Branchenmix. Wir haben Einzelhändler, Industrieunternehmen, Onlineanbieter oder Produzenten. Jeder hat seine eigenen Herausforderungen. Aber wir glauben, dass man sich diesen besser stellen kann, wenn man sich um seine Marke kümmert. Denn viele Muster sind gleich. Gerade jetzt merken wir eine große Nachfrage nach strategischen Projekten. Viele Nutzen die Zeit, ihr Business zu hinterfragen und es für die Zukunft aufzustellen. Die Fragen werden komplexer. Eine spannende Zeit für Strategen und Kreative.

Also unterscheiden sich die Aufgaben gar nicht so sehr?

Marco: Die Aufgaben unterscheiden sich. Die Ausgangslage nicht. Zumindest nicht, wenn man die holistische Markenperspektive einnimmt. Im ersten Schritt geht es immer um die eigene Markenidentität, aus der man alle weiteren Strategien und Maßnahmen ableitet. Gerade jetzt kann die eigene Identität Klarheit und Orientierung nach innen und außen schaffen. So machen wir die Komplexität verständlicher und steuerbar. Durch unsere Konzepte kommt Klarheit in den Kopf. Das hilft bei Entscheidungen für die nächsten Jahre.

Was macht die aktuelle Zeit so komplex?

Marco: Es ist der Druck der äußeren Welt und die unendlichen Einflüsse auf eine Organisation. Es sind aktuelle Trends wie Digitalisierung oder Globalisierung. Es sind die Herausforderungen, die die Pandemie-Zeit mit sich bringt und bringen wird. Es ist der Fachkräftemangel. Es ist der überreizte Medienmix im Off- und Onlinebereich. Es ist der Schrei nach Aufmerksamkeit auf den Märkten. Es ist die allgemeine Vielfalt in allen Bereichen. Da kann man nur wahnsinnig werden. Außer man nimmt sich dem Thema an und schafft eine klare Struktur, die für Marke und Mensch relevant ist und kümmert sich um die Umsetzung der einzelnen Markenaufgaben wie Strategie, Positionierung, Design oder Erlebnisse.

Ist das Erlebnis am Ende des Tages der entscheidende Faktor?

Marco: Aus unserer Sicht ja. Wir denken immer von der Markenidentität und der Strategie heraus. Aber den Kunden interessiert nicht, ob sich ein Unternehmen eine Strategie auferlegt oder ein Zukunftsunternehmen ist. Aber den Kunden interessiert sein eigenes Erlebnis mit dem Unternehmen. Und ein Mensch wird geprägt durch Erlebnisse und Erfahrungen. Viele Unternehmen wissen aber gar nicht, welches konkrete Erlebnis sie einem Menschen anbieten wollen. Und deshalb ist eine Strategie wichtig, aber das Erlebnis entscheidend.

Jetzt sprecht ihr viel zum Thema Kultur in einem Unternehmen. Wie passt das jetzt in das gesamte Thema Marke?

Marco: Für uns ist eine Unternehmenskultur eine Markenkultur. Weil ein Unternehmen aus unserer Sicht immer identitätsbasiert und werteorientiert geführt werden sollte. Diese Markenkultur ist der Rahmen für alles. Sie aktiviert die Strategien und setzt die Erlebnisse erst um. Es geht dabei immer um den Menschen. Der Mensch braucht ein Umfeld, in dem er sein Potenzial entfalten und die Herausforderung angehen kann. Dieses Umfeld gilt es zu gestalten. So wie Geschäftsführer oder Inhaber Klarheit im Kopf brauchen, brauchen es auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einem Unternehmen. Man kann es vergleichen mit einem Spielfeld. Die Markenkultur ist das Spielfeld, auf dem sich die Mannschaft nach bestimmten Strategien verhält und ihre Leistung abruft. Für ein Gesamterlebnis. Die Führungskräfte sind die Coaches oder Mentoren, die an dem Umfeld arbeiten und die Mannschaft trainiert und weiterentwickelt. Wer also ohne eine Kultur im Unternehmen an der Zukunft arbeitet, arbeitet ohne konkretes Spielfeld. Er nimmt zwar an den Spielen teil, weiß dabei aber selten, in welcher Sportart oder in welcher Liga er teilnimmt. Das Chaos im Kopf muss unbedingt weg.

Ihr sprecht von der gelebten Markenkultur. Hast du ein Beispiel aus eurer Kultur?

Marco: Vorab muss man noch ergänzen, dass man eine Kultur nicht einkaufen kann und dann ist es wie ein Produkt einfach da und kann genutzt werden. Eine Kultur muss erst entwickelt und dann immer weiterentwickelt und mit Leben gefüllt werden. Bei uns leben wir nach bestimmten Werten und Prinzipien. Zum Beispiel wollen wir unsere Partner und Kunden begeistern von dem was wir tun. Wir wollen das Highlight des Tages sein und immer ein positives Erlebnis schaffen. Das beginnt bei der Verfassung einer E-Mail bis hin zum Workshopformat. Wir denken alles in Markenkultur. Das merken unsere Kunden. Nur so funktionieren wir.

Wie lässt sich hier der Erfolg messen?

Marco: Ein spannendes Thema. Viele wollen Kultur innerhalb weniger Monate wirtschaftlich messen. Das ist aber sinnfrei. Wir messen unsere Kultur zum Beispiel in der Länge unserer Kundenbeziehungen, die erhaltenen Initiativ-Bewerbungen oder dem kreativen Output in unserem Team. Wir können aber auch alle Zahlenmenschen beruhigen und sagen, dass es sich für uns auch wirtschaftlich auszahlt, dass wir uns seit Jahren um unsere Markenkultur kümmern. Eine Kultur arbeitet an der Begehrlichkeit einer Organisation, nicht an der Bekanntheit.

Man sollte also eher auf Bekanntheit verzichten?

Marco: Nein. Man sollte nur sein Unternehmen nicht daran messen, wie bekannt es ist. Es gibt Marken mit fast 100 %iger Bekanntheit wie die Deutsche Bahn. Aber ist sie auch bei den 100 % begehrlich oder beliebt? Schwierig, oder? Deshalb sollte ein Unternehmen immer von innen heraus gedacht werden. Wir selbst sind keine bekannte Agentur. Aber mittlerweile ein beliebter Partner. Das sehen wir an unseren vielen Anfragen. Selbst Agenturen schreiben uns und wollen sich mit uns austauschen. Das schätzen wir sehr.

Und was ist dein Grundrezept?

Marco: Es gibt kein Grundrezept. Jedes Unternehmen hat eine andere Geschichte, einen anderen Weg hinter sich und auch eine andere Zukunftsidee. Ich stelle nur fest, dass viele nicht mehr über den Tellerrand blicken. Viele Unternehmen bleiben stehen und bewerkstelligen den Alltag. Aber sie denken nicht mehr an ein besseres morgen. Es fühlt sich an, als ob manche langsam einschlafen.

Fällt dir das vor allem im Bereich Digitalisierung auf?

Marco: Wir sind keine Partner, die jeden Tag auf die Digitalisierung hinweisen. Es sollte ein fester Bestandteil jeder Unternehmensstrategie sein. Für uns ist es ein Teil von vielen Aufgaben. Eher sehe ich, dass viele Unternehmen nicht mehr im inneren und an der eigenen Marke ernsthaft arbeiten. Es geht nur noch um den Profit, die nächste Hauruckaktion und das Erfüllen der Wachstumsansprüche im zweistelligen Bereich. Das ist nachvollziehbar, löst aber keine unserer Herausforderungen. Markenarbeit ist im ersten Schritt nie Profitarbeit. Zumindest nicht in unserer Welt. Die wirtschaftlichen Ziele muss man sich stecken, keine Frage. Wer aber alles darauf ausrichtet, um nur Geld zu verdienen, der wird weniger Geld verdienen. Unternehmen, die sich um den Mitarbeiter oder Kunden mit voller Konsequenz kümmern, werden mehr Geld verdienen. Das beweisen uns zahlreiche Unternehmen.

Kannst du unseren Lesern und Leserinnen noch eine kurze Empfehlung mit auf dem Weg geben?

Marco: Kurze Empfehlung? Ich versuche es mal. Man sollte sich um sein Unternehmen kümmern. An ihm arbeiten. Marke ist für uns ein Ansatz zur Unternehmensführung und zur proaktiven Weiterentwicklung. Ich empfehle jedem Unternehmen, sich mit seiner Marke zu beschäftigen. Mit oder ohne externen Partner. Wer sich um die Marke kümmert, kümmert sich um seine Zukunft. Und die ist es allemal wert.

Vielen Dank für deine Zeit!

27. September 2020Keine Kommentare

Und was jetzt?

Die Zeit zwischen Gegenwart und Zukunft!

Welchen Spagat Marken jetzt gestalten müssen?

Wenn wir uns unsere aktuellen Anfragen und Themenschwerpunkte ansehen, sind es vor allem die steigenden strategischen Anforderungen von Marken und Führungskräften. Die Fragen dazu steigen und wir merken diese Unruhe zwischen „Was müssen wir jetzt tun?“ und „Wohin geht die Reise unserer Marke?“. Und die erste zentrale Antwort die wir in den Gesprächen geben, ist die Stärkung des Bewusstseins, dass dies ein Dauerzustand bleiben wird und wir uns als Sparringpartner unserer Kunden genau dieser Aufgabe annehmen: Die Gegenwart im vollen Bewusstsein zu meistern und die Zukunft visionär und mit konkreten Zwischenzielen zu gestalten. Genau dieser Spagat wird zur größten Herausforderung von Organisationen und Marken.

 

Die Gegenwart meistern:

Die Corona-Pandemie, wie bereits vermutet, wird bleiben und wird uns gerade in den Herbst-, Winter- und Frühjahreszeiten begleiten. New-Normal ist dabei wohl nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Die Verunsicherungen der Menschen sind spürbar. Die Lust auf Konsum ist schlichtweg abgewöhnt. Die tragende Maske ist heute ein Stilmittel oder ein Streitthema. Es bleibt also eine Zeit der Unsicherheit. Und dazu kommen die eh schon komplexen Themen unaufhaltsam hinzu. Die Gegenwart dabei im vollen Bewusstsein zu meistern, ist dabei die größte Aufgabe. Das zentrale Kundenversprechen in den Mittelpunkt zu stellen, scheint dabei eine zu einfache Lösung zu sein. Aber würde es nicht gerade jetzt genau darauf ankommen? Auf die eigenen Stärken zu fokussieren (wenn man sie denn kennt), Mitarbeitern und Kunden einfache, klare Botschaften zu senden und somit für klare Orientierung zu sorgen? Wir glauben genau daran! Wer jetzt sein Kundenversprechen, seine Werte und seine Haltung in den Fokus stellt, wird in den Herzen und Köpfen der Menschen ankommen.

Für genau diese Gegenwartsaufgabe, darf man ruhig einen Blick auf seine sieben Markenerfolgsthemen werfen, hinterfragen und auch in den Fokus stellen:

  1. PROMISE (Was ist unsere Spitzenleistung und unser zentrales Kundenversprechen?)
  2. POSITIONIERUNG (Für was stehen wir? Vielleicht jetzt mehr denn je?)
  3. POINT OF DIFFERENT (Sind wir mit einer Idee der Erste? Nein?! Sind wir dann die Besten? Nein?! Sind wir dann die Schnellsten? Nein?! Sind wir dann wenigstens differenziert?)
  4. PROOF (Der Beweis deiner Spitzenleistung und Kundenversprechen durch Referenzen, Cases, Meinungen, Kundenstimmen, Erfolgszahlen usw.)
  5. PEOPLE (Wie stärken wir die Menschen in unserem Umfeld?)
  6. PROMOTION (Wie kommunizieren wir mit den Menschen in unserem Umfeld?)
  7. PLATFORM (Wo taucht die Marke überall auf? Welche Kontaktpunkte müssen wir erlebnisorientiert denken und aktivieren?)

Starke Marken gestalten im JETZT und HIER, ohne dabei Vision und den Sinn zu vergessen. Im Gegenteil: Alles was eine Marke im JETZT und HIER aktiviert und umsetzen kann, tut sie für die Vision und den Sinn der Organisation.

 

Die Zukunft gestalten:

Gerade jetzt zeigt sich, ob die Zukunftsstrategie und die eigene Vision Bestand hat und ein sinnvoller Weg bleiben kann. Diesen Weg, die eigene Strategie und die Vision sollte man noch 2020 hinterfragen und prüfen.

Wie gelingt das?

Wir gleichen bei unseren Projekten den Ist- und Soll-Stand genau ab und stellen dabei zentrale Fragen in den Mittelpunkt:

War uns Weg klar definiert und können wir diesen jetzt überhaupt hinterfragen?

Was haben wir in den letzten sechs Monaten für die Zukunft gelernt?

Welche Trends wurden beschleunigt?

Konnten wir unsere Werte einsetzen?

Fühlt sich unsere Vision sinnvoll und greifbar an?

usw.

Diese Fragen bringen Klarheit und verstärken unsere Handlungsfähigkeit in der Gegenwart. Wenn die Antwort auf diese und viele weiteren Fragen dem Weg Recht geben, dann handeln wir bewusster, agiler und dennoch zielorientierter in der Gegenwart FÜR die Zukunft. Nur so können Marken eine Brücke bauen und ihren Weg konsequent weitergehen. Oder eben bewusst einen neuen Weg einschlagen. Wer seine Hausaufgaben gemacht hat, die großen Themen unserer Gesellschaft und Wirtschaft bereits berücksichtigt hat und klare Werte- und Steuerungsinstrumente eingesetzt hat, wird sich auch jetzt noch auf einem richtigen Weg befinden und kann die Schrittgeschwindigkeit erhöhen und somit einen klaren Wettbewerbsvorteil sichern. Das ist für uns aktive Zukunftsplanung und Gegenwartsgestaltung.

 

Was wir in Worte verpacken, zeigen wir in den Taten:

Wir arbeiten übrigens genau nach diesem Prinzip und haben uns bis 2025 unsere Handlungsfelder in unserer eigenen Strategie „Identify2025“ niedergeschrieben und mit Aktivierungsmaßnahmen belegt.

 

Unser klares Ziel und unsere klare Empfehlung:

Jetzt SELBST-BEWUSST agieren, um in Zukunft nicht nur reagieren zu müssen.

 

#beproud #machtsinn #lebeidentität

 

25. April 2020Keine Kommentare

Ab sofort sind wir alle C-Unternehmen

Nachdem ja vor einigen Wochen schon die Ersten von der Zeit nach Corona gesprochen haben, war für unser Unternehmen klar, so schnell wird es eine Zeit nach Corona nicht geben. Bzw. wird es keine Zeit danach sondern wohl nur eine Zeit mit Corona geben.

Diese Einschätzung lässt uns einen klaren Gedanken fassen:

Ab sofort sind wir alle C-Unternehmen. Nicht aufgrund einer Leveleinstufung. Das "C" steht hier logischerweise für Corona. Was aber heißt es, ein C-Unternehmen in dieser Zeit zu sein bzw. auch zu leiten?

Wie sie schon im letzten Artikel von mir lesen konnten, haben wir uns bereits in einen Business Unusual - Modus umgestellt. Und ja, was vielleicht zuerst als Worthülse wahrgenommen wird, hat uns bereits besser durch die Krise gebracht als vermutet. Natürlich müssen auch wir wirtschaftliche Einbußen hinnehmen und natürlich stehen auch wir vor Herausforderungen.

Aber was haben wir vor allem getan, um mit dieser Situation umzugehen? Ein paar Punkte möchte ich ihnen gerne nennen, auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass jedes Unternehmen damit anders umgehen kann oder sogar muss.

Unsere bisherigen Schritte:

Wir haben unsere Denkweise und unser Umfeld angepasst!

Wir verstehen uns ab sofort als C-Unternehmen. Ein Unternehmen, welches durch diese anspruchsvolle Zeit kommen möchte. Um das zu erreichen, haben wir unser Umfeld angepasst. Home-Office, digitale Videoberatungen oder Aufsplittung der Teams um handlungsfähig im Ernstfall zu bleiben sind Tools, die wir nicht erst seit Corona im Einsatz haben, aber jetzt in den Fokus stellen.

Wir stellen unsere Kultur, unsere Werte und unsere Haltung jetzt in den Vordergrund!

Jetzt zeigt sich, welche Kultur Lippenbekenntnisse sind oder wer die eigene Kultur leben und vor allem gerade jetzt prägen kann. Dazu haben wir uns für Schmid+Kreative relevante Fragen gestellt. Viele dieser Fragen haben auch unsere Kunden erhalten. Fragen, die wohl nie zur richtigen Zeit gestellt werden können. Fragen, die wir aber stellen sollten. Dazu haben wir versucht, unsere Werte wie Loyalität oder Stolz in den Mittelpunkt unserer Denk- und Arbeitsweisen zu stellen. So verzichten wir zum Beispiel teilweise auf Budgets und arbeiten weiter für unsere Kunden, damit sie handlungsfähig bleiben. Mein Team wird regelmäßig mit Infos versorgt, um Klarheit und Sicherheit zu schaffen.

Wir hinterfragen Abläufe, Strukturen und Investitionen!

Als Unternehmer hinterfrage ich unsere Abläufe und wie wir als Team unsere Strukturen verbessern können. Ja, und auch unsere Investitionen und Geldflüsse hinterfragen wir. So habe ich mich zum Beispiel entschlossen, mir aktuell keinen Lohn auszubezahlen und dafür den Lohn meines Teams zu sichern und liquide Mittel zu schaffen. Wir sind auch nicht in Kurzarbeit, weil wir die mögliche Mehrzeit für unsere eigenen Projekte nutzen können. Können, weil wir schon immer eine schlanke Struktur gepflegt und natürlich den Vorteil als kleineres Unternehmen haben.

Wir akzeptieren das Sein als C-Unternehmen!

Auch wir halten Augen und Ohren offen, konzentrieren uns aber auf unser Büro und auf unsere Kunden, die uns aktuell um Unterstützung bitten. Wir leben als C-Unternehmen jetzt mit einem besonderen Umstand, den wir als Umfeld akzeptieren. Und dieses Umfeld gestalten wir.

Was aus meiner Sicht, ein C-Unternehmen jetzt ausmacht:

  • Kurzfristig reagieren, langfristig agieren - Handelt im Jetzt und denkt an das Morgen!
  • Kollaborieren statt kollabieren - Weiß, dass man in gleichen Booten sitzt!
  • Kreativität first, alles andere second - Setzt auf Lösungsmacher!
  • Kommunizieren, kommunizieren ... - Spricht mit den Menschen!
  • Flagge zeigen - Setzt auf seine Kultur!
  • No Panic - Schafft Sicherheit!
  • Akzeptieren - Behaltet seine Klarheit!

Und nun?

Gerade in Zeiten wie diesen, sollten wir uns die richtigen Fragen stellen und ehrliche Antworten darauf finden. Diese Fragen können die aktuelle Situation fördern und natürlich auch fordern. Aber ich sehe das positiv, weil wir es eh nicht anderweitig steuern können.

C-Unternehmen bedeutet für mich außerdem, dass wir an unseren Grundüberzeugungen festhalten und weiterhin am eigenen Sprinthon arbeiten sollten. Also flexibel und spontan zu reagieren und dabei unseren eigenen Marathon und unser langfristiges Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Ich möchte, dass sie sich als C-Unternehmen verstehen, es akzeptieren und sich jetzt mit Empathie, Gewissen und Leidenschaft für ihr Umfeld, für ihre Mitarbeiter und/oder ihre Kollegen einsetzen. Jetzt braucht es echte Leader, die Verantwortung übernehmen, egal wie sich diese Situation weiterhin gestalten wird.

Sprechen sie gerne mit mir. Ich habe auch jetzt für Unternehmer ein offenes Ohr. Dies hat sich nämlich nicht geändert.

Bleiben sie gesund, wach und positiv

Ihr Marco Schmid

BUSINESS-UNUSUAL-MODUS? -> Hier entlang

5. März 2020Keine Kommentare

Interview zur 2. InspirationNight in Blaibach mit Marco Schmid

Wir trafen Marco zum Interview zur 2. InspirationNight und werfen heute schon einen Blick auf den 15. Mai 2020, wenn sich im Konzerthaus in Blaibach wieder die Türen für 200 neugierige Geister öffnen.

Hallo Marco, wie laufen den die Vorbereitungen für die 2. InspirationNight und wie viele Tickets gibt es denn überhaupt noch?

Marco: Mein Team und ich planen natürlich schon einige Monate und jetzt steigen wir tatsächlich in die Feinabstimmung ein, da wir in diesem Jahr noch mehr Wert auf Details legen wollen. Es gibt neue Bereiche, neue Themen und auch mehr Input für die Teilnehmer. Das alles möchte gut geplant sein. Tickets dürften wir noch ca. 20-25 haben. Der Vorverkauf läuft stabil gut und vor allem freuen wir uns tatsächlich sehr über viele Menschen, die uns erneut besuchen.

Das Programm sieht in diesem Jahr anders aus. Kannst du uns kurz mit auf die Reise nehmen, wo der Schwerpunkt liegt und auf was sich die Teilnehmer freuen dürfen?

Marco: Der Rahmen ist wieder das Konzerthaus in Blaibach, das besondere Architekturjuwel mitten im Bayerischen Wald. Für uns ist es weiterhin der richtige Ort. Auch für 2020, in dem wir das Motto „shift happens“ verstärkt in die Planung und Durchführung legen, fühlen wir uns in Blaibach sehr wohl. Dann haben wir in diesem Jahr drei größere Keynotes, drei kleinere Impulsvorträge und eine Podiumsdiskussion, in der wir auch das Thema „shift happens – wie gestalten wir die Zukunft“ mit Wirtschaftsvertreten und Vertretern aus der Politik in den Mittelpunkt stellen. Dazu bieten wir deutlich mehr Platz und Zeit für Networking und Gespräche unter den Teilnehmern. So legen wir die InspirationNight bewusst auf einen Freitag und fangen schon um 16 Uhr an. So bleibt auch länger Zeit für eine entspannte Anreise.

Kurz zu „shift happens“: Wie wird sich das Motto durch den Abend ziehen?

Marco: Also ich glaube, dass uns dieses Thema, also das Veränderung und Wandel passiert, im beruflichen sowie im persönlichen Umfeld dauerhaft begleitet. Dennoch verspüren wir Unklarheit und Unruhe. Und zwar in allen Bereichen. Wir möchten dieses Motto positiv mitgestalten. Bewusst zeigt sich dieser ganzheitliche Ansatz im Programm, in dem wir fachliche und persönliche Themen mit Inspiration vereinen möchten. Und wir werden mit der Themenauswahl verschiedene Bereiche abdecken. Aber dennoch oder gerade deswegen bieten wir allen Teilnehmern einen hochwertigen Input und eine besondere Plattform.

Kommen wir kurz auf die Speaker zu sprechen. Ein spannender Mix, der die Menschen hier erwartet. Kannst du uns kurz zur Auswahl der einzelnen Speakern was sagen?

Marco: Gerne! Gerade diesen Mix wollten wir. Große, spannende Marken wie der FC St. Pauli sind vertreten. Martin Drust wird uns diese spannende Welt aufzeigen. Mit Dr. Stefan Frädrich kommt einer der bekanntesten Speaker und Coaches nach Blaibach, der unter anderem die Wissens- und Weiterentwicklungsplattform Gedankentanken gegründet hat. Er wird also nicht nur inhaltlich Wissen vermitteln, sondern auch den Weg von Gedankentanken erklären, da sie gerade in den letzten Jahren einen spannenden und mehr als erfolgreichen Weg gegangen ist. Dann spricht zum Beispiel Annika Bruder über das Menschenthema Glück, was denn das überhaupt ist und wie man glücklich werden kann. Für uns ein erster Einstieg in ein völlig neues Thema: Der Beschäftigung mit Persönlichkeitsentwicklung. Darauf aufbauen wird Johannes Schwarz, der sich der modernen Spiritualität verschrieben hat. Für uns ein spannendes Zukunftsthema. Dann darf ich mit Johannes Kirsch einen echten Macher auf der Bühne begrüßen. Er ist Deutscher Meister im Tischfußball und führt mit Kivent einer der prägendsten Unternehmen in dieser Branche. Er hat es geschafft mit einem Produkt sich allen Ideen und Branchen zu öffnen. Immer erlebnisorientiert und sehr nah dran am Kunden. Ich selbst darf natürlich auch ein paar Worte an unsere Gäste richten. Ich werde über Markenstolz sprechen und warum jeder Mensch das Gleichgewicht von Stolz und Demut anstreben sollte.

Unterschiedlicher könnte die Auswahl nicht fallen. Dazu bietest du eine Podiumsdiskussion an, die auch du moderieren wirst. Wie kam es zu dieser Idee?

Marco: Nun ja, wir haben das Format Podiumsdiskussion ja nicht erfunden. Wir werden diese Diskussion auch sehr locker gestalten. Dabei möchte ich bewusst ein Gegenformat zu den Frontalvorträgen schaffen. Wir sprechen mit spannenden Menschen, wie zum Beispiel Helmut Hagner, Geschäftsführer der Frey-Unternehmensgruppe, die gerade in Ostbayern in einem schweren Markt Maßstäbe setzen. Diese Menschen kommen aus dem täglichen Denken und Handeln. Von diesen müssen wir mehr lernen. Dazu setzen wir bewusst politische Menschen dazu, weil die Politik das Umfeld und den Rahmen für uns Menschen schaffen muss. Also auch hier bringen wir unterschiedliche Perspektiven an einen Tisch.

Spannend. Was erwartet die Gäste als Rahmenprogramm?

Marco: Natürlich werden wir neben den Kerninhalten auch wieder ein paar schöne Ecken einbauen. Ob es ein bisschen mehr Spaß am Kicker und oder an der Tischtennisplatte sein darf, Gäste mal eine VR-Brille aufsetzen wollen oder sich gerne kulinarisch einmal auf neue Wege begeben möchten – es wird uns in den Pausen sicherlich nicht langweilig.

Was möchtest du den Gästen jetzt noch mit auf den Weg geben?

Marco: Natürlich wünsche ich erstmal allen eine gute Anreise. Genießen Sie die Fahrt durch den Bayerischen Wald. Dann wünsche ich mir für alle, dass wir uns allen Vorträgen und Inhalten gegenüber offen präsentieren. Es gibt so viele neue Inhalte, die echte Impulse auslösen können, wenn man es nur zulässt. Und dann wünsche ich natürlich allen Teilnehmern einfach einen tollen Abend, an dem wir gemeinsam eintauchen in eine besondere Welt. Genießen wir das!

#inspirationnight #in20

Die letzten Tickets auf www.inspirationnight.de

18. Februar 2020Keine Kommentare

Revolution oder Evolution?

Da ist sie wieder… Die zentrale Frage, welchen Weg man doch einschlagen soll, möchte man sich um die Zukunft der eigenen Marke bestmöglichst kümmern. Geht es um den radikalen Neuanfang und den harten Schnitt? Oder geht es eher um die sanften Schritte? Viele Unternehmen sind sich unsicher, welcher Weg der Richtige ist. Wir können keine Entscheidung für Ihre Marke treffen, aber wir können Ihnen Perspektiven und Impulse mit an die Hand geben, von denen wir wissen, dass sie funktionieren. Und genau diese Perspektiven möchten wir Ihnen für die nächsten Entscheidungen an die Hand geben.

Der mutige Weg – viva la revolution!

Schon die Toten Hosen aus Düsseldorf sangen darüber: die Revolution! Sie ist verlockend und beängstigend zugleich. Den mutigen gehört die Welt! Das mag richtig sein. Und ja, wir von Schmid+Kreative sind Fans von revolutionären Ansätzen. Schon in unserem letzten Artikel aus unserem Trend- und Markenmagazin haben wir darübergeschrieben: das Zufügen von Schmerz! Und tatsächlich gehen wir absichtlich die unbequemen Wege, weil sie uns zum Einen wachhalten und zum Anderen antreiben. Aber wir wissen auch, dass revolutionäre Ansätze Veränderung bedeuten. Und, Sie wissen es schon, verändern möchte sich keiner so recht. Wir stürzen uns also eher aus dem Flugzeug und überlegen während des Flugs. Das ist risikoreich, aber für uns so wertvoll wie mittlerweile überlebenswichtig. Wie gehen Sie also mit Revolutionen im Unternehmen um? Zumindest muss man sich davor überlegen, was man in welchem Zeitrahmen und mit welchem Tool bewegen möchte. Und es gibt immer ein „Warum“ dazu? Warum möchten oder warum müssen wir uns vielleicht sogar verändern? Und wer im Unternehmen kann den Weg nicht nur begleiten, sondern aktiv mitgestalten?

Step by Step – die Evolution in mehreren Schritten!

Ist es jetzt die Veränderung, die uns den Markenerfolg bringt oder ist es eher der sanfte Weg, den man Schritt für Schritt geht? Die Evolution klingt vermeintlich einfacher, beliebiger und erfolgsgarantierter. Und ja, sicherlich ist die Evolution der verträglichere Weg. Vor allem für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die man in die Aktivierung bringen möchte. Schließlich geht der Erfolg nur mit den Menschen im Unternehmen. Egal ob B2B oder B2C. Egal ob Dienstleister, Handwerker oder industrielle Firmen. Aber reicht dann auch der leichtere Weg, um die Zukunft aktiv zu gestalten und die Potenziale voll zu entfalten? Kann eine Evolution denn überhaupt das leisten, was ich mir für mein Unternehmen als Weiterentwicklung vorstelle? Ist Weiterentwicklung genug? Ganz klar, die evolutionären Schritte sind besser als gar keine Schritte. Und genau hier sind wir beim Erfolgsrezept: Das Machen und Tun ist besser als nichts zu tun. Man könnte also meinen, lieber Evolution statt Revolution?

Wir möchten Ihnen folgenden Impuls mit an die Hand geben. Nicht nur wir handeln nach diesem Schema, sondern auch viele Beispiele aus unseren Projekten zeigen, dass es funktioniert:

REVOLUTION als Ziel – EVOLUTION als Meilensteine.

Wieso auf einen der beiden Punkte verzichten, wenn der eine auf den anderen Punkt einzahlt? Denn, wie erreicht man die revolutionären Wunschzustände? Richtig, man geht sie an, Schritt für Schritt. Und dies soll nicht bedeuten, Chancen zu verpassen und unendlich viel Zeit zu verlieren, sondern eher die konsequente Verfolgung von Markenzielen, die man gemeinsam im Unternehmen mit vereinzelten Meilensteinen erreichen möchte.

Wir sind klare Fürsprecher für Revolution! Es geht um die Differenzierung am Markt. Es geht um neue Ideen, Ansätze und Tools für die Umsetzung und die Erreichung der gesteckten Ziele. Aber wir können nicht von jedem Menschen erwarten, den steinigen Weg mitzugehen. Aber wir können von Menschen erwarten, dass Sie im Unternehmen Schritt für Schritt eine Weiterentwicklung mitgehen. So richtigen Stillstand will auch keiner!

Das Großdenken und Querdenken muss erlaubt sein. Nein, es muss sogar Bestandteil von Marken sein. Sich immer wieder selbst herauszufordern und seinen eigenen Weg zu gehen ist anstrengend. Aber es ist ein guter und erstrebenswerter Weg wie wir finden. Und ja, dafür kann es eigene Abteilungen oder Teams geben. Was man aber eben beim Großdenken nicht verpassen darf, ist die Machbarkeit davon. Wir sind also Fans von revolutionären Ansätzen, die man durch evolutionäre Schritte erreicht. Die perfekte Mischung aus Denken und Machen. Genau das empfehlen wir unseren Kunden: Visionen entwickeln, die Reise starten und einzelne Meilensteine setzen. Das macht nicht nur Sinn, sondern auch Spaß. Deshalb raten wir unseren Kunden nicht Revolution oder Evolution, sondern REEvolution. RE und E im Einklang. Behandelt wie Ping und Pong.

#beproud #machtsinn

14. Januar 2020Keine Kommentare

Was bringt twenty twenty?

Der Januar hat bereits die Hälfte hinter sich gelassen und wir starten mit dem ersten Ritual bei Schmid+Kreative: Dem Jahresauftaktworkshop mit unserem Team. In diesem Workshop blicken wir nur kurz zurück ob wir unsere Ziele erreicht haben und gehen dann sofort über in den Zukunftsmodus.

Was also wird sich bei Schmid+Kreative alles tun?

  1. PROUD & LOUD

Unser eigenes Markenverständnis „be proud“ bündelt sich durch unseren eigenen Markenkern und zugleich unserer Formel für Markenerfolg: Identität + Identifikation = Markenstolz. Markenstolz ist für uns die größte Dimension und Erlebnisebene von Unternehmen, die ein Umfeld für Spitzenleistungen schaffen. Unsere Haltung dazu werden wir 2020 noch lauter von uns geben, weil wir fest daran glauben, dass Marken auch im nächsten Jahrzehnt den Unterschied machen und wir unseren Kunden auf diesem Weg nicht nur begleiten, sondern auch prägen wollen. „be proud“ wird 2020 lauter. Mit Ideen, die wir jeden Monat zünden. Übrigens gibt es zum Thema Markenstolz auch eine kleine Erläuterung. Hier entlang: www.markenstolz.de

  1. DIE 2. INSPIRATIONNIGHT

Die Planungen sind bereits abgeschlossen und wir kümmern uns jetzt um die Details unserer 2. InspirationNight im Konzerthaus in Blaibach. Es kommt zur Neuauflage und wir freuen uns, bereits jetzt über 65% der Tickets an neugierige Geister gebracht zu haben. Es wird eine besondere Mischung aus Inspiration, Wissen und Netzwerken im besonderen Umfeld. Dr. Stefan Frädrich von Gedankentanken und einer der bekanntesten Coaches in Deutschland spricht die Keynote. Der FC St. Pauli ist wohl die stärkste Marke am Abend und darüber wird uns Martin Drust berichten. Neu dazu kommen Impulsvorträge und eine große Podiumsdiskussion. Ganz nach dem Motto „Shift happens“ geht es um die Zukunft von Unternehmen und den Menschen, die diese Unternehmen prägen. Alle Infos und die letzten Tickets gibt es auf www.inspirationnight.de

  1. HERZBLATT IS COMING

Auch unser Marken- und Trendmagazin „Herzblatt“ freut sich auf eine neue Auflage. Diesmal wird es dieses Magazin exklusiv zur InspirationNight geben und danach wird es auch wieder kostenlos erhältlich sein. Diesmal steigen wir mehr denn je in einzelne Themen ein und freuen uns über Interviews mit Anja Förster und weiteren spannenden Persönlichkeiten rund um unsere Markenwelt.

  1. 15 SEKUNDEN AUCH 2020

Es gibt viele Veranstaltungen und Festivals die wir als Team besuchen. Diese öffnen unsere Herzen und Gedanken und geben uns viel Rückenwind bei unseren Aufgaben. Ein Festival hat es uns dabei besonders angetan und wir freuen uns auf den Sommer, wenn es mit unserer Inspirationsreise nach Graz zum Fifteen Seconds Festival geht. Zwei Tage, über 200 Sprecher, Workshops und Expo. Für uns eine Reise wert … seit 2017.

  1. DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUSS

Wer Schmid+Kreative verfolgt weiß, es wird selten langweilig bei uns. Auch für 2020 haben wir uns ein ordentliches Paket für unsere Weiterentwicklung vorgenommen. Und ganz ehrlich, es wird die größte Weiterentwicklungsstufe unserer langjährigen Unternehmensgeschichte. Wir erzählen diese Geschichte weiter. Mit einem spannenden Kapitel und einem Aufschlag, der ab Oktober 2020 verkündet und sichtbarer wird. Schmid+Kreative wird sich dabei inhaltlich stärken und äußerlich … auch stärken. Gemeinsam im Team haben wir unsere Strategie, unser Portfolio und unsere Erfolgsfaktoren der letzten Jahre analysiert, hinterfragt und mit neuen Antworten belegt. Wann sind Marken erfolgreich? Was bedeutet Unternehmen im neuen Jahrzehnt? Wie können wir unsere Kunden begleiten und echte Mehrwerte schaffen? Wie können wir Menschen weiter in den Mittelpunkt rücken? Und wie ist es eigentlich, sich neu zu verlieben? Das Bauchkribbeln beginnt und Schmetterlinge fliegen wohl bereits zur Winterzeit. Eine neue Liebe? Wir werden sehen.

#beproud #machtsinn #lebeidentität #suk

27. November 2019Keine Kommentare

Unsere Learnings vom FC St. Pauli

Regelmäßig unternehmen wir mit unserem #teamblack Inspirationsreisen zu Kreativfestivals oder besonderen Unternehmen und Marken. Bei diesen Reisen geht es natürlich auch um die gemeinsame Zeit mit dem Team, um Einzel- und Gruppengespräche, aber auch um klare Learnings von unseren Gastgebern. Also was können wir für uns und für unsere Kunden daraus lernen und mitnehmen.

Der inspirierende Besuch beim Kiezclub FC St. Pauli und dessen Heimat, dem Millerntorstadion, hat uns bei vielen unserer Denkweisen bestärkt und zugleich auch neue Impulse mit auf dem Weg gegeben. Aber was genau nehmen wir mit vom FC St. Pauli?

  1. Die Marke FC St. Pauli ist das Produkt der Fans

Natürlich werden viele St. Paulianer nicht gerne über Marke und Produkt sprechen. Aber auch aus unserem Verständnis heraus ist Marke nichts Verwerfliches. Es geht um Werte, Profil, Identität und den eingeschlagenen Weg einer Gemeinschaft. Das ist Marke und das ist eben auch der FC St. Pauli. Und was bei einem Fußballclub der Fan ist, ist für Unternehmen der Kunde. Und was würde eigentlich passieren, wenn wir unsere Marke den Kunden überlassen? Wenn wir auf die Kundenwünsche eingehen und genau wissen, was geht und was nicht geht, um das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit den Fans/Kunden gegenüber eher zu stärken als zu schwächen.

Unser Learning: Wenn Marken den Menschen gehören und Markenverantwortliche das verstehen, entsteht eine starke Loyalität und eine starke Gemeinschaft um diese Marke.

  1. Branding ermöglicht das Eintauchen in die Welt des FC St. Pauli

Wie der Clubname schon sagt, ist der FC St. Pauli mehr als nur das Millerntorstadion. Der Name trägt bereits den Stadtteil St. Pauli im Namen und liegt mitten zwischen Wohnräumen und Reeperbahn, wie ein weiteres Gebäude im Herzen des Stadtteils. Der Club ist somit allgegenwärtig im Stadtteil mit Graffitis, Stickern, Fanshops und den wehenden Totenkopffahnen an den Balkonen. Das verstärkt sich, je mehr man an das Millerntorstadion kommt. Richtig eintauchen kann man dann beim Betreten des Stadions und sofort wird einem klar, hier ist eine andere Fußballkultur zuhause. Wir sind zu Gast in den Separèes und nicht in den Logen. Die klaren politischen Statements wie „Keinen Fußball den Faschisten“ oder „Kein Mensch ist illegal“ zeigen die klare Haltung des Clubs. Das offene Stadion, welches an die englischen Stadien erinnert. Die Umkleidekabine, die zugleich auch eine Art Kneipe sein könnte. Der Spielertunnel, der nicht nur fasziniert, sondern einschüchtert. Alles rustikaler, echter und dennoch den Werten des Clubs folgend.

Unser Learning: Branding ist viel mehr als nur der normale Corporate Design-Baukasten. Es ist das gesamte Umfeld der Marke und darüber hinaus noch viel mehr. Erschaffe deine eigene Welt, in die Menschen eintauchen können.

  1. Die visuelle Identität ist ein Baukasten

Unseren Designern ist schnell aufgefallen, wie viele visuelle Elemente die Identität des FC St. Pauli prägen. Natürlich ist hier das offizielle Logo des Clubs zu nennen. Aber auch davon gibt es bereits mehr als nur das eine Logo. Das runde Wappen mit dem „Michel“, dann der Totenkopf, den man erst seit ein paar Jahren wieder sein Eigentum nennen darf, die Farben des Regenbogens, der die Haltung zur Vielfalt vertritt, verschiedene Typografien und natürlich viel schwarz/rot, aber auch braun/weiß. Ein spannender Mix, der durch seine gesamte Power ein starkes Einheitsbild ergibt.

Unser Learning: Die visuelle Identität kann viele einzelne Elemente beinhalten und weit über Primär- und Sekundärfarben hinausdenken. Aber es muss immer aus der eigenen Haltung heraus entstehen und auf das große Ganze einzahlen.

  1. Anders sein bleibt Trumpf!

Ein besonderes Beispiel, wie man andere Wege gehen, dadurch auf die eigene Marke einzahlen und so intelligente Lösungen erreichen kann, zeigt die Forderung gegenüber dem FC St. Pauli, eine Stadionecke wegen zu starker Lärmbelästigung zu schließen. Aus einer Idee und einem Kinderkrippen-Förderpaket entstand die Kita „Piraten-Nest“. Die Kita schließt die Lücke zwischen der Süd- und Haupttribüne und bietet auf rund 1.400 m² Platz für ca. 100 Kinder. Mit dieser Maßnahme schaffte es der FC St. Pauli als erster Verein, einen Kindergarten in ein Fußballstadion zu integrieren. Darüber berichtete übrigens „The New York Times“ mit dem Titel „Welcome to the Worlds Coolest Kindergarten“ und zeigt die Besonderheit dieses Schritts.

Unser Learning: Der Club hätte aus der Not heraus auch neue VIP-Logen installieren oder ein Businesscenter erschaffen können, wie es viele andere Vereine tun. Man hat aber eine andere, innovative und soziale Lösung geschaffen und beweist damit, dass Ideen intelligent und rebellisch zugleich sein können. Anders sein bleibt Trumpf!

  1. Haltung bewahren!

Der FC St. Pauli zeigt, wie man auch als Fußballverein eine klare, nachvollziehbare und erlebbare (politische) Haltung prägen und bewahren kann. Es sind die eigenen Werte wie „Vielfalt“ oder Werte wie „Weltoffenheit“, die man sich sogar mit der Stadt Hamburg teilt, die beim FC St. Pauli sicht- und erlebbar werden. Mit einer solchen Entscheidung zeigt man Ecken und Kanten und gefällt nicht mehr jedem. Aber Marke bzw. Markierung heißt eben auch, für klare Haltungen einzustehen und Grenzen an den richtigen Stellen zu ziehen. Es ist aber auch das Bewusstsein, für was man eben nicht stehen möchte. Und das gefällt wiederum Menschen. Man kann es nicht jedem recht machen. Wer das verstanden hat, kann klare Entscheidungen für die eigene Gemeinschaft treffen.

Unser Learning: Arbeite heraus für was du (ein-)stehen möchtest und kommunizier es klar und deutlich. Menschen suchen nach Orientierung. Marken können Orientierungsgeber sein. Wenn man es zulässt. Haltung ist Marke!

  1. Kreativität bedeutet neues Denken (zulassen)

Man könnte meinen, dass sich kreative Menschen nur beim FC St. Pauli treffen und austoben können. Aber es ist die Kultur des Vereins, die Kreativität fördert und zulässt. Sei es die Ideen von Fans, die das Stadion verschönern und schmücken dürfen, die Inputs von Agenturen oder Kreativen wie das „Anti-FA“-Duschgel, sowie die aktuelle Saisonkampagne, die auf Skizzenzeichnungen beruht und bestes Marketing zeigt ohne Marketing zu sein oder Input von Menschen, die einfach eigene Gedanken umsetzen wollen, so wie der entstandene „Ewald-Bienen-Honig“ der eigenen Bienenvölker im Stadion. Kreativität muss immer auf das große Ganze einzahlen und dabei Regeln brechen dürfen. Aber Kreativität ist dort, wo man sie zulässt und fördert. Das zeigt nicht zuletzt die „Millerntor-Gallery“ als echte Kreativplattform.

Unser Learning: Der FC St. Pauli ist eine kreative Marke, weil man Kreativität zulässt. Kreativität macht den Unterschied von Marken und begeistert Menschen. Sie schafft Erlebnisse und hält Marken im wahrsten Sinne des Wortes wach. Für uns eine Gegenwarts- und Zukunftsdisziplin.

2. August 2019Keine Kommentare

Unsere fünf Handlungs­empfehlungen für den Aufbau einer erfolgreichen Arbeitgebermarke

Stellen sie sich vor, jeder ihrer Mitarbeiter gewinnt über Nacht den Lottojackpot und wird Millionär. Wer von der Belegschaft würde nächste Woche noch zur Arbeit kommen? Wenn sie diese Frage ehrlich für sich beantworten, bekommen sie ein ungefähres Gefühl dafür, wie es um ihre Unternehmenskultur und damit auch um ihre Arbeitgebermarke steht. Je niedriger der von ihnen geschätzte Prozentsatz ausfällt, desto dringender benötigen sie eine wertschätzende Kultur im Unternehmen, die das Gegengewicht zur monetären Abhängigkeit und das Fundament für die Zufriedenheit, Loyalität und Produktivität ihrer Angestellten darstellt.

Zugegeben, dieses Gedankenexperiment ist ein wenig extrem, aber ebenso ist auch die Entwicklung des Arbeitsmarktes der letzten Jahre, zumindest in einigen Branchen. Wie wäre es stattdessen mit dem folgenden Beispiel: Sie bekommen heute die Chance, ihre Geschäfte innerhalb eines Monats durch einen Großauftrag drastisch zu erweitern. Wäre es möglich, innerhalb der nächsten Wochen hierfür die passenden Mitarbeiter zu engagieren? Oder hätten sie Schwierigkeiten, weil ihr Unternehmen noch nicht als attraktiver Arbeitgeber für talentierte Mitarbeiter wahrgenommen wird? Falls sie bei dieser Frage den Kopf hängen lassen, ist das Thema Arbeitgebermarke für sie genau richtig, denn es bietet für diese Fragestellung die richtigen Antworten. Eine authentische Arbeitgebermarke ist aus unserer Sicht für alle Unternehmen sinnvoll, die sich mehr Bewerbungen im Postfach wünschen, ganz egal aus welchen Gründen.

Zugegeben, es ist sehr unwahrscheinlich, dass all ihre Mitarbeiter im Lotto gewinnen aber der Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke könnte ihr unternehmerischer Lottogewinn sein. Aus diesem Grund haben wir hier fünf wertvolle Empfehlungen aus unserer täglichen Praxis im Aufbau von authentischen Arbeitgebermarken für sie zusammengestellt:

 

  1. Eine Arbeitgebermarke lebt durch die Unternehmenskultur

Jeder Markenaufbau beruht auf der Wahrnehmung von Menschen, die mit Produkten, Leistungen oder in diesem Fall der Arbeitsumgebung verbunden sind. Die Kommunikation der Arbeitgebermarke findet also vorwiegend über den Flurfunk statt und wird von dort über die Mitarbeiter auf unterschiedlichen Wegen nach außen transportiert. Ob beim Grillabend, über die sozialen Kanäle, Bewertungsportale, Vorstellungsgespräche oder die tägliche Interaktion von Kollegen, überall wird die Kultur direkt oder indirekt weitergetragen. Die Arbeitgebermarke kann deshalb nicht einfach je nach Belieben auf der Website kommuniziert werden, wenn sie beispielsweise nicht zur gelebten Kultur im Unternehmen passt. Eine authentische Arbeitgebermarke wird von den Mitarbeitern entwickelt und von ihnen zu den potenziellen neuen Mitarbeitern kommuniziert.

Es stiftet demnach keinen Sinn, das Unternehmen im Bewerbungsgespräch als „jung und dynamisch“ zu präsentieren, wenn die gelebte Kultur eher der eines Finanzamtes gleicht. Wir empfehlen, die gewünschte Markenbotschaften von den Mitarbeitern entwickeln zu lassen, damit sie authentisch bleiben und die Identifikation der Mitarbeiter mit der Arbeitgebermarke gestärkt wird. Wenn sie nach außen gerne attraktiver auftreten möchten, als sie es gegenwärtig sind, sollten sie erst mit den Mitarbeitern gemeinsam entscheiden, welche internen Maßnahmen hierfür vollzogen werden müssen. Vielleicht benötigen ihre Büroräume nur einen neuen Anstrich und kostenlose Getränke, möglicherweise ist aber noch weitaus mehr nötig, um potenziellen Mitarbeitern die neue Arbeitgebermarke authentisch zu präsentieren.

 

  1. Arbeitgebermarke ist stark verbunden mit ihren Produkten und Leistungen

Jedes Unternehmen ist eine Marke, auch wenn sie möglicherweise noch nicht im vollen Umfang entwickelt und kommuniziert wird. Wenn sich ihre Mitarbeiter bereits sehr stark mit ihren Produkten identifizieren können und ein Gefühl des Stolzes im Alltag gelebt wird, haben sie die beste Ausgangslage für die Entwicklung einer starken Arbeitgebermarke im Unternehmen. Die Chance ist hier groß, dass Bewerber diesen Stolz spüren und miterleben möchten. Aber keine Sorge, wenn dies nicht der Fall sein sollte, hier kann mit etwas mehr Zeit und Einsatz einiges bewegt werden. Wichtig ist lediglich, dass sie die Markenentwicklung als Chance betrachten und dieser Aufgabe auch Aufmerksamkeit widmen. Im Anschluss wird die Arbeitgebermarke von ihrer Unternehmensmarke abgeleitet. Je mehr Vorarbeit sie also bei der Markenentwicklung geleistet haben, desto leichter fällt die Ergänzung des Employer Brandings.

 

  1. Der Aufbau der Arbeitgebermarke geht nicht von heute auf morgen

Die erfolgreiche Markenentwicklung ist das Ergebnis eines umfassenden Prozesses und eines anschließend stattfindenden Wahrnehmungswandels bei Mitarbeitern, Kunden und Partnern. Dieser Entwicklungs- und Umsetzungsprozess benötigt unserer Erfahrung nach mindestens 12 Monate eher noch 2-3 Jahre und ist stark abhängig von der bisher getätigten Vorarbeit. Natürlich kann die Marke nach außen schon innerhalb weniger Wochen im neuen Glanz erstrahlen, wenn die internen Hausaufgaben bereits abgeschlossen sind, das ist allerdings nur der „Fassadenanstrich“ und aus unserer Perspektive lediglich der letzte Baustein der Entwicklung einer authentischen Arbeitgebermarke. Denn die tatsächlich gelebte Kultur entscheidet letztlich über die Einhaltung der Versprechen, die sie über die Marketingkanäle nach außen tragen. Das erfolgreiche Onboarding gelingt nur, wenn das Team die Realität wiederspiegelt, die sie nach außen projizieren. Wenn sie ihre Arbeitgebermarke also in Richtung Familienfreundlichkeit positionieren, sollten intern auch die notwendigen Instrumente zur Verfügung stehen, sonst haben sie den neuen Kollegen zu viel versprochen und die Einarbeitung wird nicht so klappen, wie gedacht.

 

  1. Die Arbeitgebermarke sollte von innen heraus entstehen

Sobald die Geschäftsführung beschließt, eine Markenagentur wie uns als Begleiter zu engagieren oder den Markenprozess selbst anzustoßen, sollte das Team informiert und auf diesem Weg von Beginn an mitgenommen werden. Die Belegschaft weiß am besten, welche Kultur im Unternehmen gelebt wird und kann diese in gezielten Workshops detailliert zu Papier bringen. Hierzu zählen vor allem die gelebten Werte und die kulturellen Rituale, die sich über die Jahre hinweg gebildet haben.

Ein weiterer Vorteil ist die Wertschätzung, die entsteht, wenn Mitarbeiter aktiv an Entwicklungsprozessen und Entscheidungen beteiligt sind. Damit ist die Akzeptanz der entwickelten Arbeitgebermarke schon von Anfang an viel höher. Wir raten übrigens davon ab, diesen Prozess ausschließlich in der Führungsetage durchzuführen und im Anschluss die Mitarbeiter lediglich über die Ergebnisse zu unterrichten. Aus unserer Erfahrung ist die Akzeptanz dieser Markenentwicklung sehr gering und es entsteht eher Unmut als Freude oder Motivation.

 

  1. Es gibt keine Alternative zur bewussten Gestaltung einer Arbeitgebermarke

Wenn man sich die aktuelle Lage nochmals verdeutlicht, gibt es für die Unternehmen der Zukunft keine Alternative, als sich um ihre Unternehmenskultur und ihren Menschen im Unternehmen zu kümmern. Denn wer den Menschen vergisst, wird eben vom Menschen vergessen werden. Dann haben wir tatsächlich Personal und 8-Stunden-Denker, anstatt engagierte und motivierte Menschen, die Stolz im Sinne des Unternehmens denken und handeln. Der Aufbau einer Arbeitgebermarke geschieht im direkten Bezug zum Aufbau oder der Pflege der Unternehmenskultur. Und wie jede starke Struktur und jedes starke Fundament, benötigt auch eine Unternehmenskultur Zeit und Geduld. Weil es eben kein fertiges Produkt ist, welches man einkaufen kann. Eher ist es ein fortlaufender Prozess. Aus eigener Erfahrung können wir jedoch mit Nachdruck raten: Einfach anfangen. Denn Rückblickend ist es gar nicht so schwer.

22. Juli 2019Keine Kommentare

Warum wir auch mal Möbelpacker oder Elektriker sind

Die ersten Blicke unserer Kunden, wenn wir über unsere Feld- und Alltagsbegleitung sprechen, zeigen Verwunderung und zugleich höchste Akzeptanz. Feld- und was? Richtig gehört: Bei unseren Projekten versuchen wir so tief wie möglich in die jeweiligen Organisationen einzutauchen, sie kennenzulernen, sie zu verstehen und für eine Zeit lang zu einem Teil davon zu werden. In diesen Tagen des Eintauchens erfahren wir zudem deutlich mehr organisatorische Stärken und Schwächen, als sie in jedem Managementmeeting zu Tage kommen könnten. Das meinen wir aber überhaupt nicht negativ. Im Gegenteil: Viele Male haben wir aus unseren Feld- und Alltagsbegleitungen so viele wertvolle Erfahrungen gewonnen und Veränderungen bewirkt, dass unsere Kunden diese abteilungsübergreifenden Schnuppertage als Managementtool aktiv als Teil des stetigen Verbesserungsprozesses integrieren.

Warum tun wir das?

Markenstrategie und Markenarbeit ist vor allem Kulturarbeit in einem Unternehmen. Wie ist die Stimmung? Wo sind die Engpässe und wie denken die Mitarbeiter über die eigene Marke? Diese und viele weiteren Fragen stellen wir LKW-Fahrern, Kassenkräften, Möbelpackern, Köchen oder Handwerkern. Und das aus gutem Grund, denn wir sind davon überzeugt, dass besonders die Mitarbeiter die eigenen Marken prägen. Oftmals ist es nämlich nicht der Geschäftsführer, der sein Markenversprechen im Kundenkontakt beweisen muss, sondern seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und genau darum geht es, Markenarbeit muss dort ankommen, wo sie wichtige Kontaktpunkte erfolgreich gestalten muss. Und das sind eben oftmals nicht die Top-Verkäufer in der ersten Riege oder der Vertriebsaußendienst. Oftmals sind es die nachgelagerten Markenkontaktpunkte, beispielsweise im After-Sales-Service. Wie lief die Auslieferung? Konnten Leistungsversprechen, Qualität, Lieferzeiten und Absprachen erfüllt oder sogar übererfüllt werden? Denn diese entscheidenden Kontaktpunkte sind wichtiger Bestandteil von echtem Markenerfolg.

Das funktioniert?

Das funktioniert! Wir geben zu, dass uns die Mitarbeiter unserer Kunden manchmal mit Verwunderung begegnen, wenn wir plötzlich um 6 Uhr früh auf der Matte stehen und in den LKW steigen wollen. Schließlich wissen sie nicht immer wer wir sind, was wir tun und warum wir „blöde“ Fragen stellen. Aber spätestens nach einer Stunde ist klar, der neben mir ist ein normaler Mensch und bemüht sich tatsächlich mich und das Unternehmen zu verstehen. Und dadurch ist es auch verständlich, warum es für uns anstrengend sein kann: weil wir es ernst nehmen. Gut, bei der Mitfahrt eines Elektrikers wird es für den Elektriker schwierig mit uns. 😊

Unsere Feld- und Alltagsbegleitungen eilen als Ruf bereits voraus und sind für uns das Fundament für das Verständnis und zugleich der wichtigsten Hebel für die erfolgreiche Gestaltung der Markenstrategie. Hier setzen wir die ersten Impulse, die wir benötigen, um eine adaptierte Markenstrategie überhaupt erst mit Leben füllen zu können und zu den Mitarbeitern zu transportieren.

Ein Tipp für jeden Unternehmer: Testen Sie eine solche Feld- und Alltagsbegleitung bei Ihnen im operativen Geschäft. Steigen Sie mit auf den LKW, verkaufen Sie selbst Ihre Produkte auf den Verkaufsflächen oder braten Sie das Steak selbst einmal perfekt um 19:30 Uhr in der Rush-Hour Ihres Restaurants. Begleiten Sie Ihre Bautrupps bei 35 Grad im Schatten und übernehmen selbst einmal die Perspektive im Direktkontakt mit ihren Kunden. Es ist nicht nur spannend, sondern auch oftmals sehr erkenntnisreich und bringt sie näher an ihr Team, das Herz ihres Unternehmens.

#lebeidentität #machtsinn

Bild: Shutterstock

15. Juni 2019Keine Kommentare

Inspire-Tour to Fifteen Seconds – the Land of Curiosity

Warum reisen wir einmal jährlich nach Graz? Wegen der Designhochburg Graz? Wegen den kulinarischen Genüssen? Wegen dem Fifteen Seconds-Festival? Wollen wir einfach nur drei Tage raus aus dem Alltag? Oder einfach nur ein gemeinsamer Trip mit dem gesamten Team als Fortbildungs- und Erlebnisreise? Es ist wohl genau diese Mischung, die diese Reise so besonders macht. Seit Jahren reisen wir zum Fifteen Seconds Festival nach Graz. Gegründet 2014 von Thiemo Gillissen und Stefan Stücklschweiger, ist diese interdisziplinäre Veranstaltung heute Gastgeber für rund 6.000 neugierige Geister.

Eine inspirierende Reise zur Neuauflage 2019

Erstmals entschlossen wir uns, Kunden und Freunde mit auf die Reise zu nehmen und eine kleine aber feine Inspire-Tour zu veranstalten. Gemeinsam in der Gruppe reisten wir so nach Graz zur Neuauflage des Fifteen Seconds-Festival. Neue Themenbereiche wie Science oder Mobility, ergänzten die bewährten Inhalte wie Marketing, Kultur oder Digitalisierung. Aber es sind nicht nur die Bühnen und die rund 300 Speaker, die dieses Festival so besonders machen: es ist vor allem die Atmosphäre. Die Mischung aus Talks, Workshops, Expo, Startups, Kulinarik, Designermarkt, Kunstausstellung und die vielen detailvierliebten Highlights, lassen das Festival in eine unvergleichbare Ebene schießen.

Und mit der Rekordbesucherzahl von über 6.000 Besuchern bleibt das Festival immer noch gemütlich, greifbar und erlebbar. Und das ist eine Kunst für sich.

Wie also erlebten wir das Fifteen Seconds – Festival 2019?

Nach einem kurzen Fußmarsch von unserem Hotel (Roomz Graz) zur Messe Graz, warteten bereits hunderte von Menschen auf den Einlass. Um Punkt 9:00 Uhr ging es los und wir fanden uns in einer Menge an gespannten Besuchern wieder, die auf die Registrierung warteten. Nach dem Einlass wurden wir von dem bekannten dunklen Ambiente gepaart mit DJ und Deep House begrüßt. Wir waren daheim.  Schnell den Festival Pass umgehängt, das Armband übergestreift und schon ging es über einen kleinen Freibereich ins „Land of Curiousity“. Nach „Landeintritt“ ging es los mit der Reizüberflutung. Hier die StartUps, dort der Food Market und mitten drin wieder jede Menge fantastischer Unternehmen wie zum Beispiel dem Bäcker Martin Auer, der die Gäste zum Frühstück mit seinen leckeren Backwaren verköstigte oder J. Hornig, der an kleinen Paletteninseln kostenlose Kaffeespezialitäten ausgab. Es gab eine Google-Bühne, WRC-Rallye-Fahrzeuge hier und stets die Möglichkeit, sich mit frischen Getränken auszustatten. Es ist wie erwartet wieder die großartige Atmosphäre, die wir den Rest des Jahres missen! Nach dem offiziellen Opening durch die Gründer, splitteten wir uns auf und suchten uns unsere favorisierten Speaker auf den unterschiedlichsten Bühnen und Tracks. Wir lauschten den Machern der Frankfurter Buchmesse über die Verwandlung der Bücherwelt, holten uns Infos von Experten des CERN und saugten somit auch mal Themen auf, die recht weit weg sind von unseren Steckenpferden wie Marke oder Unternehmenskultur. Ganz nach dem Motto „Wer nur was von Marke versteht, versteht Marken nicht“. Es ging um die bewusste Erweiterung unserer Perspektiven, die neue Sichtweise auf uns und unsere Arbeit. Während den Pausen ging es zu den wirklich besonderen Food Trucks, die neue Kulinarik zauberten. Und natürlich durfte auch das eigene Erlebnis mit digitalem Fallschirmsprung, Bällebad tauchen und das Beobachten des Wachstums von Hanfpflanzen durch ein innovatives Gewächshaus nicht fehlen. Fleißig sammelten wir auch Infos und Highlights in unseren Goodybags. Nach einem langen Tag mit sehr viel Input versammelten wir uns wieder als Gruppe und ließen den Tag zusammen beim gemeinsamen Abendessen ausklingen. Wir diskutierten über den neuen Input, denn davon gab’s reichlich.

Am zweiten Tag fokussierten wir uns auf die Growth- und Culture-Stage. Beginnend mit Stephen Gates, der fast schon zum festen Inventar des Festivals gehört, und mit „Exist Loudly“ für mehr Ehrlichkeit und zugleich Aufmerksamkeit aufrufte. Danach machten wir es uns vor der besagten Culture-Stage gemütlich, schließlich wollten wir von hier aus den nächsten vier oder fünf Vorträgen lauschen. Arsmedium sprach über die Unternehmenskultur, Marcel Loko von „Zum goldenen Hirschen“ rufte zur Kreativierung auf und Drew Dudley ließ tief in seinen Ansatz „One Day Leadership“ blicken und begeisterte das Publikum. Fun Fact: den Vorträgen der Culture-Stage konnte man nur über separate Kopfhörer lauschen. Hat was von Silent-Disco und wurde hier auch Silent-Stage genannt. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann erneut zur Culture-Stage und wir lauschten sowohl Facebook-Designer Josh Higgins, der über die Entwicklung der Unternehmenskultur bei Facebook referierte, als auch den Machern der Taschenmanufaktur Freitag, die auf eine besondere Unternehmenskultur sehr viel Wert legen. Der letzte Culture-Speaker kam von XING, die sich als New Worker bezeichnen und spannende Einblicke und Tipps für die New-Work-Generation gewährten. Bevor wir uns dann die letzten Drinks gönnten und einem verrückten Professor auf der Main-Stage folgten, besuchten wir noch die Mobility- und Technology-Area, und schnappten dort auch die ein oder andere Idee auf, die zwar Abseits von unseren alltäglichen Themen liegen, aber trotzdem dazu anregen, neue Wege zu denken und zu gehen. Leider ging es jetzt aber schon wieder Richtung Ausgang, wir setzten uns in unseren Shuttle-Bus und traten die Heimreise an.

Es waren zwei Tage Input. Zwei Tage eintauchen in eine Welt, die uns jedes Jahr aufs Neue begeistert und uns in unserem Weg bestätigt. Zwei Tage, in denen wir unter Gleichgesinnten sind und über unsere Themen sprechen können. Zwei Tage, die uns die Möglichkeit geben, neue Themen zu suchen, zu finden und zu verwerten. Zwei Tage, die sich sicherlich im nächsten Jahr wieder ähnlich abspielen werden. Aber auch zwei Tage, die uns folgende Learnings mit nach Hause gaben:

  1. People over Profit: Der Mensch wird mehr und mehr in den Mittelpunkt gerückt. Trotz oder gerade wegen der Digitalisierung.
  1. Unternehmenskultur wird wichtiger denn je: Wer nicht in die Unternehmenskultur investiert, wird die Zukunftsprobleme wie Führungskräftemangel, Digitalisierung oder Globalisierung nicht lösen können.
  1. New Work ist Führungsaufgabe: Dabei geht es um mehr als nur um Obstkörbe oder Kickerkästen. Es geht um die Gestaltung eines Umfeldes, in dem man Menschen fachlich und persönlich fordern und fördern kann. New Work ist die Arbeitswelt von morgen. Es lohnt sich, hier genau hinzuhören.
  1. Es geht um den Rahmen und den Inhalt: Sein oder Schein. Schein oder Sein. Egal! Es geht um Inhalt und den richtigen Rahmen dafür. Es geht um diese Gleichung, wenn wir künftig erfolgreich sein wollen.
  1. Menschen begeistern Menschen: Es gibt Menschen, die können andere Menschen einfach mitreißen, begeistern und aktivieren. Menschen machen den starken Unterschied zwischen Information und Umsetzung.
  1. Spielerisch lernen: Auf welchen Ständen waren wir am meisten vertreten? Welche Areas begeisterten uns wirklich? Es sind diese Anbieter, die den Menschen mitnahmen. Spielerisch mit Übungen, Testbereichen und echt neuen Erlebnissen.

#fifteenseconds #lebeidentität #fs2019

Bild: Fifteen Seconds

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